Loading...

Romeo & Julia - 09.06

Aufführung mit international bekannten Künstlern

16:30 Uhr - Aufführung Romeo & Julia
19:00 Uhr - Italienischer Abend

Ein EINZIGARTIGES ERLEBNIS mit anschließendem, italienischem Fest im Schloss-Innenhof mit Arkaden und Schlosscafé.

Ein Jubiläum der besonderen Art. Das muss man erlebt haben!

Harald Braun, der Piano-Virtuose der Stuttgarter Oper wird fuer Romeo & Julia auf Schloss Guteneck spielen.

Eintritt Aufführung: 19,- Euro - ermäßigt 16,- Euro
Eintritt italienisches Fest: 10,- Euro
Kombi-Ticket Aufführung und Fest: 24,- Euro


Italienische Live-Musik vom Feinsten

Eddi Mautone aus Neapel, empfohlen von Pino Barone

Romeo und Julia auf Schloss Guteneck

Elisabeth Margraf als "Giulietta"
Bild: Munich Sedcard

Am 9. Juni 2019 (Pfingstsonntag) findet auf Schloss Guteneck im Rahmen eines italienischen Abends die konzertante Aufführung von Felice Romani's Romeo und Julia (Giulietta e Romeo) statt.

Vor der romantischen Kulisse des Renaissance- Schlosshofes präsentieren internationale Sänger das musikalische Meisterwerk von Nicola Vaccaj, der die Tradition von Romeo als Hosenrolle begründete. "Romeo ist ein Ideal. Das Idealbild des jugendlichen Liebhabers. Er ist der Inbegriff dessen, wonach Frauenherzen sich sehnen: Liebevoll, opferbereit, kämpferisch und zärtlich zugleich - ein weiblicher Eros im Körper eines Mannes.


Astrid Mathyshek als "Romeo"
Bild: Gabi Rothbauer

Somit ist offensichtlich, warum er nur von einer Frau gespielt werden kann", beschreibt Mezzosoprsanistin Astrid Mathyshek ihre Paraderolle, mit welcher sie nicht nur in Italien großen Erfolg hatte, sondern an Pfingsten auch auf Schloss Guteneck zu erleben sein wird. Ihre Bühnenpartnerin, die Südtirolerin Elisabeth Margraf, steht als blutjunge Julia Capelletti zwischen zwei Männern: dem heimlichen Geliebten Romeo, Erbe der verfeindeten Familie Montecchi und ihrem Verlobten Tebaldo Capelletti, dargestellt von Reuben Walker aus den USA.


Reuben Walker als "Tebaldo"
Bild: Reuben Walker

Der Librettist Felice Romani folgt mit der Ausführung dieses Liebesdreiecks nicht der Fassung von Shakespeare, sondern greift auf die Ursprünge der italienischen Liebeslegende zurück, die bereits im Mittelalter in Italien entstanden ist und - wie alle Legenden - einen wahren Kern enthält. So ist die tatsächliche Existenz der Familien Capelletti und Montecchi in Verona ebenso nachweisbar, wie der Name Tebaldos. Lediglich um die schöne Julia und ihren Romeo rankt sich das Geheimnis ihrer Herkunft: Eine der ältesten Quellen, mittelalterliche Aufzeichnungen des süditalienischen Ortes Montecorvino Rovella, belegen dass im 12. Jahrhundert auch dort zwei verfeindete Familien ansässig waren, deren Bluttaten auf dem Stadtplatz immer wieder den Frieden der Bürger erschütterten.


Karol Bettley als "Capellio"
Bild: cultura immanuel

Die Tochter der Familie Damolidei hieß Maria Teresa und verliebte sich in den Sohn der Familie D'Arminio, den jungen Davide, der ihre Liebe erwiderte. Bei einem Versuch nachts dem Haus der Liebsten zu nahen, wurde Davide gefangen genommen. Um ihn vor ihren grausamen Verwandten zu retten, lieferte sich Maria Teresa kurz entschlossen den D'Arminio aus.

Nun war guter Rat teuer. Keiner der Verwandten wagte es den Gefangenen etwas anzutun, da dies zwangsläufig zum Tod des eigenen Erben führen würde.


Gast-Star: Katrin Bräunlich, Sopranistin der Oper Leipzig, in der Rolle von Adelia - Julias schöne Mutter
Bild: cultura immanuel

In ihrer Verzweiflung suchten sie Beistand bei einem Mönch der Franziskaner Padre Bernardino d'Enza - der historischen Vorlage für Frater Lorenzo, den unglückseligen Mittler von Romeos und Julias tragischer Liebe. In Montecorvino Rovella jedoch gab der Frater der Geschichte eine ganz und gar andere Wendung: er vermittelte zwischen den verfeindeten Familien und erwirkte Frieden, der sogar soweit ging, dass die jungen Liebenden einander versprochen wurden.

Ihre Trauung fand auf dem Stadtplatz statt, wo die Familien sich zuvor stets blutig bekriegt hatten. Um ein dauerhaftes Zeichen des Friedens zu setzen, erbauten sie nach der Heirat ihrer Kinder an dieser Stätte die Kirche Santa Maria della Pace (Heilige Maria vom Frieden), die noch heute dort Zeugnis gibt von Versöhnung und Frieden.


Der Bariton Frits Kamp interpretiert den Mönch Lorenzo
Bild: Jules Claus

Lange vor Shakespeare entwickelten italienische Schriftsteller über Jahrhunderte hinweg die Legende weiter, mischten sie mit einer Quelle aus Siena über "Mariozzo e Gianozza" deren verbotene Liebe ihnen zum tragischen Tod wurde und mit den Quellen aus Verona, wo die so entstandene kunstvolle Tragödie von "Giulietta e Romeo" (Romeo und Julia) letztlich verortet wurde. Shakespeare tat am Ende dieser Entwicklung nichts weiter als die fertige Legende aufzugreifen und für die Bühne zu adaptieren. Der Erfinder von Romeo und Julia war er nicht. "Giulietta e Romeo" das Werk des großen romantischen Komponisten Nicola Vaccaj wird allen Quellen der Legende durch seinen einzigartigen Zauber gerecht: den Zauber einer Musik, welche die Herzen der Menschen berührt und die Liebe von Romeo und Julia unsterblich macht...


Text: Cultura Immanuel

Informationen und Kartenreservierung:
Schloss Guteneck +49 (0) 96 75 91 46 62